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In einer Schule wird ein
Computerspiel herumgereicht: Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu
Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu
spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein
spielen. Und - wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben
nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten.
Merkwürdig ist, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der
Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen.
Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende
Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt,
einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus
und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester
Freund Jamie schwer verunglückt, ahnt Nick, daß Erebos mehr ist als nur ein Computerspiel!
Ich selbst bin gar kein großer Fan von Computerspielen und dachte erst "gähn..." ABER: Ursula Poznanski schreibt so wahnsinnig spannend, daß ich mich gar nicht entscheiden konnte, was ich spannender fand: Die Szenen innerhalb des Spiels (in einer fantastischen Welt voller unheimlicher Kreaturen) oder außerhalb des Spiels in der realen Welt, die mehr und mehr zum Krimischauplatz wird.
Das Thema Computerspielsucht wird so nebenbei und angenehmerweise gänzlich ohne erhobenen Zeigefinger eingebracht.
Ganz nah am Lebensgefühl der Jugendlichen ist dieses Buch und zu Recht mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, aber auch für Erwachsene absolut spannend. Zahlreiche Rückmeldungen begeisterter jugendlicher Leser mit der Frage nach ähnlich spannenden Büchern haben den Erfolg bewiesen und freuen mich als Buchhändlerin natürlich sehr.
Und wenn Ihr Kind es verschlungen hat, lesen Sie es selbst! Dann haben Sie auch noch ein tolles Gesprächsthema. Viel Spaß und Nervenkitzel wünscht Ihnen herzlich
Ihre R.
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